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| Im Reiche des s. Löwen IV |
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Unter den Ruinen
»Ich weiß, du prüfst mich nur, Effendi. Du willst sehen, ob ich ein Mensch bin, der sich Unwahres ersinnt, um sich zu retten, und wirst mich dann, wenn ich es nicht tue, nur um so höher schätzen. Ich habe mit dem Scheik ul Islam wirklich nichts zu tun. Nimm mich jetzt wieder mit, und führe mich in dein Haus, so werde ich dir die Beweise geben, daß ich nur zu Euerm Glück zu Euch gekommen bin. Ich teile dir alle Geheimnisse dieser Ruinen und die sämtlichen Absichten Eurer Feinde mit. Ihr wandelt schnurgerad in das Verderben. Ich aber zeige Euch den Rettungsweg! Die Faust ist hoch erhoben, die Euch treffen soll. Wenn nicht schon heut, so fällt sie doch ganz sicher morgen auf Euch nieder. Ich aber, der ich Alles weiß, werde als Euer Beschützer bei Euch wohnen und - - - «
»Und dann mit deiner Pekala beim neuen Schah in Isphahan erscheinen!« fiel ich da ein. »Du Narr! Das war die letzte deiner falschen Karten. Zu denken, daß wir diesem Trumpfe glauben, nachdem wir alle andern schon als falsch erkannten, ist nicht mehr Wahnsinn, ist Vermessenheit! Fort, Kara, nur fort!«
Uns von ihm abwendend, senkten wir die Ruder. Einige kräftige Schläge und der Stein lag schon im tiefsten Dunkel.
»Halt, halt! Ich will gestehn, gestehn - - - gestehn!« schrie es hinter uns, und alle Säulen hallten es wider.
Wir kehrten uns nicht daran und überließen ihn der Finsternis, die nicht nur um ihn, nein, auch in ihm gähnte.
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