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| Im Reiche des s. Löwen IV |
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Im Grabe
»Versuche es!«
Wir standen Mann gegen Mann einander gegenüber. Oder war es Seele gegen Seele, Geist gegen Geist?
»Du bist Old Shatterhand?« fragte er. »Ich habe diesen Namen von meinem Freunde Dschafar gehört.«
»Ich war es,« antwortete ich ruhig aber bestimmt.
Er machte, als er hörte, daß ich sein Präsens in das Imperfectum verwandelte, eine Bewegung der Ueberraschung. Dann fuhr er fort:
»Du bist Kara Ben Nemsi Effendi?«
»Ich war es,« erwiderte ich abermals.
»Bist es nicht mehr? Beides nicht mehr?«
Bei diesen Worten leuchteten mir seine Augen vor erwartungsvoller Erregung förmlich entgegen.
»Beides nicht mehr!« nickte ich.
»Seit wann? Sage es mir!«
»Seit diese beiden Namen das geleistet haben, was sie leisten sollten und leisten mußten! In diesen zwei Namen habe ich denen, die es lösen wollen, ein Rätsel aufgegeben, aus dessen Thür das von seinen psychologischen Fesseln befreite Menschheits- Ich wie ein im Freudenglanze strahlender Jüngling hervorzutreten hat. Dieses so viel verachtete und so grimmig angefeindete "Ich" in meinen Büchern hat allen denen, welche Ohren haben, von einer neuen, ungeahnten Welt zu erzählen, in welcher Leib, Geist und Seele nicht ineinander gekästelt und ineinander geschachtelt sind, sondern Hand in Hand nebeneinander stehen und miteinander wirken. Dieses so oft verspottete und so leidenschaftlich verhöhnte "Ich" in meinen Werken war nicht die ruhmeslüsterne Erfindung eines wahnwitzigen Ego- Erzählers, welcher "unglaubliche Indianer- und Beduinengeschichten" schrieb, um sich von den Unmündigen und Unverständigen beweihräuchern zu
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