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| Im Reiche des s. Löwen IV |
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Im Grabe
Hierauf sind wir sofort zum "hohen Hause" gekommen, um es zu melden.«
»Welche Zeit ist vergangen, seit du sie von ihren Pferden steigen sahst?«
»Bis jetzt kaum eine halbe Stunde.«
Da klopfte ich ihm auf die Schulter und sagte:
»Du hast deine Sache gut gemacht. Ich muß dich loben!«
Dann fuhr ich, zu den andern gewendet, fort:
»Wir haben Zeit. Der Multasim wartet hinter dem Duar, bis hier oben bei uns kein Licht mehr brennt. Für mich steht es fest, daß er sich nicht eher heranwagt. Was er vorhat, ist verwegen, so verwegen, daß ich ihn bemitleiden muß. Ist dieser Mensch denn ein im Wildnisleben so erfahrener und gewandter Mann, daß er, ohne einen Wahnsinn zu begehen, sich zumuten kann, mit seinem Dolche hier im "hohen Hause" ganz unentdeckt und unbestraft mein Herz zu finden?«
»Dein Herz!« sagte der Ustad. »Ich halte es noch immer für eine Unglaublichkeit!«
»Und dennoch ist es wahr!«
»Du mußt dich täuschen!«
»Nein. Ich wollte diese Angelegenheit als Geheimnis behandeln; aber da der Bluträcher nicht wartet, bis ich dich verlassen habe, sondern dein Haus zum Schauplatze dieses Mordes machen will, schon heut, gleich an demselben Tage, so halte ich es für meine Pflicht, dir mitzuteilen, was zwischen ihm und mir vorgekommen und gesprochen worden ist.«
Ich erzählte es so kurz, wie ich es für geraten hielt, legte ihnen jedes Für und jedes Wider in Beziehung auf meine Ansicht vor und überzeugte sie derart, daß der Pedehr, als ich geendet hatte, ganz entrüstet sagte:
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