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| Im Reiche des s. Löwen IV |
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Im Grabe
stehen können, wie einst Isa Ben Marryam in ganz demselben Leibe auferstanden ist!«
Da setzte der Herr des »hohen Hauses« die Lampe langsam, langsam wieder auf den Tisch.
»Warte, Effendi!« sagte er.
Dann ging er hinaus ins Freie, Schritt um Schritt, als ob er plötzlich eine schwere Last zu tragen habe. Als er schon draußen war, drehte er sich noch einmal um.
»Glaubst du an eine Auferstehung solcher Toten?« fragte er.
»Ja!« antwortete ich.
»Wirklich?«
»Ich glaube nicht nur an sie, sondern ich kenne sie sogar!«
»Du?«
»Ja, ich!«
»So wollte ich, ich wäre du!«
»Du kannst und darfst es sein; du brauchst es nur zu wollen!«
»Effendi, Effendi! Für wen wurde hier diese Lampe wieder angebrannt? Für dich? Für mich? Für uns beide? Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und meine Wege sind nicht eure Wege. So spricht der Herr! Warte! Laß mir Zeit!«
Während er nun draußen vor der Thür verschwand, nahm ich das noch offen vor mir liegende Manuskript, um es zuzuschlagen. Es fiel mir der Titel in die Augen. »Geist und Wahrheit« lautete er. Da setzte ich mich nieder, das Buch in der Hand behaltend. Es war mir, als sei ich plötzlich müd, sehr müd geworden. War es eine wirkliche, körperliche Schwäche, die mich überkommen hatte, oder mußte ich mich unter der intellektuellen Wucht dieser beiden Worte niedersetzen? Wer ist der Mensch
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