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| Im Reiche des s. Löwen IV |
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Im Grabe
Und sieht er, daß in seiner klaren Flut
Das Bild des ganzen, ganzen Himmels ruht,
So sendet er der Sonne Blick und Licht
Auch mir ins Herz als Lob- und Dankgedicht!«
Wie seltsam! Soeben waren ganz ähnliche Gedanken in mir aufgestiegen! Doch sagte ich nichts. Ich konnte kein Wort finden, welches wert gewesen wäre, jetzt gesprochen zu werden. Dieses Gedicht war im jetzigen Augenblick in ihm entstanden. Daß er es sofort in laute Worte gefaßt hatte, war mir ganz selbstverständlich. Jeder Dichter pflegt das zu thun. Er wendete sich wieder ab und sagte nach kurzer Pause, an seine letzten Worte anknüpfend:
»Es war ja heut ein Tag des Lobes und des Dankes. Er ist für mich noch nicht vorüber; er hallt noch in mir nach. Du warst dem leiblichen Sterben nahe, bist aber noch vor dem Tode wieder auferstanden. Darum zogen wir hinauf zu unserm Haus des Herrn.«
»So laß mich dafür danken, daß auch du jetzt wieder lebst,« sagte ich.
»Ich?« fragte er schnell.
»Ja. Ich war dem Tode nahe; du aber bist gestorben.«
»Wer hat es gesagt? Wer hat es dir gesagt?«
»Pekala. Durfte sie es nicht?«
»Sie weiß, daß ich vor dir kein Geheimnis haben will. Aber sie hat dich falsch berichtet.«
»Hast du ihr nicht gesagt, daß dein Sterbetag gewesen sei? Hast du nicht auch zu mir vorhin von deiner Gruft gesprochen?«
»Allerdings. Aber ich bin von euch beiden falsch verstanden worden. Meine Gruft ist nicht mein Grab.
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